Welche Möglichkeiten zur Selbsthilfe gibt es?
Patienten mit Arthritis sollten von Anfang an aktiv an der Behandlung teilnehmen. Dies betrifft einerseits die Information über die eigene Krankheit und Möglichkeiten ihrer Behandlung sowie über die damit verbundenen rechtlichen und sozialen Fragen. Andererseits beruht die Behandlung rheumatischer Krankheiten zu einem großen Teil auf einem regelmäßigen krankengymnastischen Übungsprogramm, das der Betroffene erlernen und regelmäßig im Sinne einer Selbstbehandlung anwenden muß. Dies kann innerhalb der eigenen vier Wände geschehen, oder indem man sich mit ebenfalls Betroffenen trifft, um sich gegenseitig zu helfen oder zusammen zu üben. Rheumapatienten haben sich mit dem Ziel der Selbsthilfe in verschiedenen Selbsthilfegruppen organisiert.
Die größte und bekannteste ist die Rheuma-Liga, die in fast allen Städten mit ihren Arbeitsgemeinschaften vertreten ist. Darüber hinaus gibt es in ländlichen Regionen auch kleinere lokale Selbsthilfegruppen, die meist mit einer benachbarten Arbeitsgemeinschaft der Rheuma-Liga zusammenarbeiten.
Die Patienten mit Morbus Bechterew haben sich in der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew zusammengeschlossen. Auch hier gibt es bereits in vielen Städten örtliche Arbeitsgruppen.
Überörtlich gibt es auch Selbsthilfegruppen für Patienten mit Lupus erythematodes, Sklerodermie und Fibromyalgie.