Der Psychologische Dienst des Rheumazentrum Ruhrgebiet stellt sich vor
(St. Josefs-Krankenhaus)
Der Psychologische Dienst besteht aus Frau Dipl.-Psych. J. Patrikalakis und Frau Dipl.-Psych. K. Gürster.
Beide Therapeutinnen sind approbierte psychologische Psychotherapeutinnen, deren Therapieausbildungen Verhaltenstherapie und klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie umfassen.
Im folgenden soll ein kurzer Überblick die Tätigkeitsbereiche des Psychologischen Dienstes charakterisieren.
Im wesentlichen handelt es sich dabei um einzeltherapeutische und gruppentherapeutische Interventionen.
Schmerz- und Krankheitsbewältigung
Krisenintervention
Kurzzeitpsychotherapie
Diagnostische Fragestellungen
Schmerzedukation
Patientenschulung
Inhaltlich finden sich folgende Themenschwerpunkte
Schmerz- und Krankheitsbewältigung
Anhand von theoretischen Modellen und Grafiken sollen individuell für die Patientin/den Patienten einsichtige, nachvollziehbare Zusammenhänge zwischen Grunderkrankung, Schmerzwahrnehmung, Schmerzverarbeitung, Stressbewältigung und allgemeinen psychologischen Parametern aufgezeigt und erarbeitet werden. Ziel ist es, krankheits- und schmerzverstärkendes Verhalten in Zukunft zu erkennen (Förderung der Selbstbeobachtung) und letztlich abzubauen. Gesundheitsbewußtes Verhalten soll erlernt werden und im häuslichen Umfeld angemessen eingesetzt und umgesetzt werden.
Der zeitliche Rahmen erstreckt sich in der Regel auf ca. 1-4 Einzelsitzungen à 50 Minuten.
Kriseninterventionen
In diesen Bereich gehören die Therapie der teilweise aktuell auftretenden depressiven Episoden im stationären Aufenthalt. Ursachen sind hier sowohl Lebenskrisen unterschiedlicher Genese (z.B. Beziehungsprobleme, Probleme am Arbeitsplatz), aber auch depressive Phasen innerhalb des Krankheitsverlaufes der chronischen rheumatischen Erkrankung.
Insbesondere gehört hierzu der Bereich der Neuerkrankungen und natürlich auch die Bewältigung sehr schmerzhafter Krankheitsschübe. Die Anzahl der Therapiesitzungen wird vom Ausmaß der Krisensituation bestimmt.
Kurzzeitpsychotherapie
Nach der Bedürfnislage der Patientin/des Patienten werden problematische Verhaltensweisen bzw. Störungsbilder ressourcenorientiert verhaltens- und gesprächspsychotherapeutisch bearbeitet.
Häufig auftretende Problembereiche sind z.B. Angststörungen; Depressive Störungen; Medikamenten- und/oder Alkoholabhängigkeiten; Eßstörungen; Zwangsneurosen.
Diagnostische Fragestellung
Hierzu gehört sowohl die Differentialdiagnostik bei Patienten und Patientinnen mit psychiatrischer Vorerkrankung als auch die Abklärung von psychopathologischen Strukturen im Rahmen der chronischen körperlichen Erkrankung.
Innerhalb des gruppentherapeutischen Angebotes des Rheumazentrums gibt es unterschiedliche Schwerpunkte.
Entspannungstherapie
Ein Kurs wird im Rahmen des Psychologischen Dienstes als ein Gruppenverfahren im Umfang von 4 Sitzungen à 60 Minuten durchgeführt. Jede Woche beginnt eine neue Therapieeinheit, in die maximal 15 Patientinnen und Patienten aufgenommen werden. Die Gruppe setzt sich aus den unterschiedlichsten Krankheitsbildern zusammen, ist somit heterogen angelegt. Als Therapiemethode wird die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson vermittelt, ergänzt durch Atementspannungstechnik und eine Phantasiereiseübung.
Ein Einzeltermin stellt die Technik des „Body Scan“ nach Jon Kabat Zinn vor.
Schmerzedukation
Hierbei handelt es sich um eine regelmäßig stattfinde Gruppentherapieeinheit, in der die Bedeutung der psychologischen Schmerztherapie in der Behandlung unserer Patientinnen und Patienten verdeutlicht wird. Die unterschiedlichen Inhalte werden teilweise interaktiv erarbeitet bzw. durch einen Vortrag vermittelt. Insgesamt beträgt die Dauer der Einheit jeweils 90 Minuten.
Sowohl bei der Entspannungstherapie, wie auch durch die Schmerzedukation, soll die „self-efficacy“ des Betroffenen erhöht werden, d.h. seine Kompetenz im Umgang und die Bewältigung des chronischen Schmerzes soll verbessert werden.
Innerhalb der Patientenschulungen zu den unterschiedlichen Krankheitsbildern werden Informationen und Fertigkeiten vermittelt, die eine adäquate positive Lebensführung trotz einer rheumatischen Erkrankung erleichtern sollen.
Es handelt sich dabei um ein interdisziplinäres Angebot aus dem Bereich der Medizin, Psychologie, Physiotherapie, Ergotherapie und Ernährungsberatung.
Diese Gruppen finden zu festgelegten Zeitpunkten im Rahmen unseres stationären Behandlungsplanes statt.
Für Rücksprachen stehen Ihnen unsere Diplom-Psychologinnen unter den Rufnummern 02325/592172 Frau Dipl.-Psych. J. Patrikalakis und 02325/592170 Frau Dipl.-Psych. K. Gürster gerne zur Verfügung.