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Behandlungsspektrum nach rheumatischen Erkrankungen

Fibromyalgie

Der Begriff Fibromyalgie ist lateinisch und bedeutet übersetzt „Muskelfaserschmerz“. Dabei handelt es sich um ein Krankheitsbild, das sich in den Bereich der entzündlich-rheumatischen Erkrankungen einordnen lässt. Fibromyalgie ist heute eine recht häufig gestellte Diagnose. Es handelt sich um ein Schmerzsyndrom, was vor allem die Weichteile (Fett, Bindegewebe, Muskeln, Sehnen und ihre Ansätze) betrifft. Typisch für dieses Krankheitsbild sind oft quälende Ganzkörperschmerzen und eine zum Teil erhebliche Druckempfindlichkeit bestimmter Körper¬regionen. Patienten mit Fibromyalgie haben auch häufig Stuhlunregelmäßigkeiten (z. B. ‚Reizdarm‘) und psychische Probleme (z. B. Depressionen).

Es ist noch nicht geklärt, welche Faktoren zu einer Erkrankung führen und ob und wie sie weitergereicht wird. In Deutschland sind etwa 2 Prozent der Bevölkerung (ca. 1,5 Millionen Menschen) von Fibromyalgie betroffen; davon sind 90 Prozent Frauen. Für die Betroffenen ist es oft sehr schwer, den Aktivitäten des Alltags in gewohnter Weise nachzugehen, da die Schmerzen dies fast unmöglich machen.

Fibromyalgie – Diagnose

Die Diagnosestellung von Fibromyalgie wird vor allem dadurch erschwert, dass es kein einheitliches Krankheitsbild gibt. Patienten leiden zwar an starken Muskelschmerzen, jedoch zeigen sich die Begleitsymptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, etc. nicht bei jedem Patienten in gleicher Weise. Bisher können lediglich verschiedene Druckpunkte, die sogenannten Tender Points, zu Rate gezogen werden. Verspürt ein möglicher Erkrankter bei Druck auf diese Punkte Schmerzen, ist die Diagnose Fibromyalgie wahrscheinlich. Die Amerikanische Gesellschaft für Rheumatologie (ACR) gibt an, dass der Patient auf mindestens 11 von 14 Tender Points reagieren muss, damit dies als ein Hinweis auf Fibromyalgie gilt. Bisher ist diese Diagnosemöglichkeit die einzige, da die Erkrankung keine organischen Veränderungen verursacht, die man durch Verfahren wie Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen diagnostizieren kann.

Fibromyalgie – Behandlungsverfahren

Die Behandlung besteht in intensiver Physiotherapie im Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik, regelmäßigen Bewegungsübungen, medikamentöser Schmerz- und Psychotherapie. Hierbei wird u.a. versucht, die Schmerzschwelle anzuheben (z. B. mit Amitryptillin). Dadurch können die Beschwerden oft gelindert werden, eine Heilung ist aber leider insgesamt wenig wahrscheinlich.

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